Kurse

Weiterbildung/Fortbildungsangebot:

Fachkraft für Maschinensicherheit


Kursnummer:
1924040

Kategorie:
Abschlussbezogene Aus- und Weiterbildung

 
Fachkräfte


Veranstaltungsort:
Bielefeld

Datum:
02.09.2019 - 05.09.2019 (Mo. - Di.)

Zeiten:
09:00 - 17:00

Dauer:
36 Stunden

Preis:
1750 €


Veranstalter:
IHK-Akademie Ostwestfalen GmbH

Kontakt:
Herr Uwe Lammersmann
Tel.: +49.521.554300
E-Mail: uwe.lammersmann@ihk-akademie.de


Kursinhalte:


Als Hersteller oder Betreiber von Maschinen ist jedes Unternehmen im europäischen Wirtschaftsraum verpflichtet, nur Maschinen in Verkehr zu bringen, die den sicherheitstechnischen Anforderungen der Maschinenrichtlinie entsprechen und mit einem CE-Kennzeichen ausgestattet ist. Hierfür ist es erforderlich, dass die gesetzlichen Anforderungen in die Unternehmensprozesse integriert sind. Im Rahmen dieses Lehrgangs werden die Zusammenhänge der gesetzlichen Vorgaben erläutert. Die Maschinenrichtlinie hat das Ziel, die Anzahl der Unfälle, die beim Umgang mit Maschinen entstehen, zu reduzieren. Deshalb fordert diese Richtlinie, dass der Aspekt der Sicherheit in die Konstruktion und in den Bau von Maschinen einfließt. Außerdem muss dafür gesorgt werden, dass die in der Maschinenrichtlinie geforderten technischen Unterlagen erstellt werden. Diese Anforderungen sind gesetzlich durch das Produktsicherheitsgesetz vorgeschrieben. Der Hersteller einer Maschine oder sein Bevollmächtigter ist für die Einhaltung dieser gesetzlichen Vorgaben verantwortlich. Anhand der technischen Unterlagen einer Maschine muss es möglich sein, die Übereinstimmung mit den Anforderungen der Maschinenrichtlinie zu beurteilen. Nur mit einer strukturierten Vorgehensweise in Form eines definierten Entwicklungsprozesses ist es möglich, die gestellten Anforderungen effizient zu erfüllen. Darüber hinaus wird dieser Entwicklungsprozess in den zur Maschinenrichtlinie harmonisierten Sektornormen als Anforderung definiert. Abgeleitet aus allen Anforderung ist es notwendig, einen Standardprozess festzulegen und im Entwicklungsablauf in Bezug auf die Maschinensicherheit umzusetzen

Teil 1

  • Anforderungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
  • Funktionale Sicherheit gemäß DIN EN ISO 13849-1
  • Bewertung von sicherheitsbezogenen Steuerungsfunktionen (SISTEMA)
  • Eigenschaften von trennenden und nicht trennenden Schutzeinrichtungen

 

Teil 2

  • Strategievorstellung einer richtlinien- und normkonformen Nachweisdokumentation
  • Risikobeurteilung gemäß DIN EN ISO 12100
  • Risikominderung nach dem 3-Stufen Verfahren

 

Teil 3

  • Projektmanagement der funktionalen Sicherheit
  • Maßnahmen zur Vermeidung systematischer Fehler
  • Planung der Verifikations- und Validierungsaktivitäten
  • Sicherheitsrelevante Hardware- und Software-Pflichtenhefte
  • Auswahl und Spezifikation technischer Schutzeinrichtungen
  • Nachweis der Sicherheitsintegrität
  • Spezifizierung sicherheitsrelevanter Teile der Steuerung (SRP/CS)
  • Validierungsspezifikation der Sicherheitsfunktionen
  • Testszenarien zur Wirksamkeitsprüfung der risikomindernden Maßnahmen

 

Teil 4

  • Installation der technischen Schutzmaßnahmen an der Schulungsmaschine
  • Programmierung und Parametrierung sicherheitsrelevanter Steuerungskomponenten
  • Verifikation anhand der sicherheitsrelevanten Hardware- und Software-Pflichtenhefte
  • Code-Simulation der sicherheitsrelevanten Anwendungssoftware
  • Praktische Durchführung: Funktions- und Wirksamkeitsprüfung anhand der Validierungsspezifikation
  • Zusammenfassung der richtlinien- und normkonformen Nachweisdokumentation
Die Teilnehmer erfahren sehr praxisorientiert, wie sie an einer realen Schulungsmaschine den Konformitätsprozess gemäß Maschinenrichtlinie 2006/42/EG gestalten. Sie bekommen das Know-how für die Umsetzung der erforderlichen Aktivitäten für die funktionale Sicherheit von Maschinen und erfahren darüber hinaus, welche weiteren Schritte vor dem Anbringen des CE- Zeichens erforderlich sind. Sicherheitsbeauftragte, Konstrukteurinnen und Konstrukteure, Soft- und Hardware-Entwickler/-innen, Projektleiter/-innen, Qualtitätsmanager/-innen, Meister/-innen, Techniker/-innen sowie Facharbeiterinnen und Facharbeiter